Franzdorf (nach Kaiser Franz I. benannt;rumänisch: Valiug; ungarisch: Ferenczfalva) befindet sich im Banater Bergland, am Fuße des Semenik-Gebirges mit der höchste Erhebung ("Gozna"1.449 m). Die ersten Siedler Franzdorfs kamen aus Österreich, etwa im Jahre 1793, und liesen sich im Bersau-Tal nieder. Sie errichteten ihre Nothütten auf dem freien Platz, der sich heute vor der Schule befindet und „Unter den Linden" heißt. Danach mussten sie erst den Wald roden, bevor sie ihre 71 Häuser, die Dorfschule und ein Bethaus aus Holz erbauen konnten. Die Häuser wurden zumeist von ledigen Männern und von den drei Steierdorfer Anführern der Ansiedlung besetzt. Nur 29 Kolonisten kamen mit ihren Frauen und 27 Kindern nach Franzdorf. Im selben Jahr 1793 wurde auch die Pfarrei(Hl.Franziskus von Assisi) gegründet, und zugleich hatte man die Kirchenbücher eingeführt. 1807 errichtete man ein Schulhaus, eine Kirche und je eine Wohnung für den Lehrer und für den Pfarrer aus festen Baumaterialien. Der erste Lehrer war Josef Pricklmayer und der erste Pfarrer der Franziskanerpater Benedikt. Die heutige katholische Kirche ist 1861 dem Hl. Franziskus von Assisi geweiht worden. Sie ist das spezifischste Gotteshaus für das Banater Bergland. Die Mauern der im romanischen Stil errichteten Kirche bestehen aus Bruchstein und Brennziegeln, an denen asymmetrisch der Glockenturm angebaut wurde. Die in Rundbogenform aus Holz angefertigte Decke erinnert an den Holzreichtum des Berglands, aber auch an die Rodungsarbeit der ersten Siedler. Die Besiedlung Franzdorfs geschah auf Anregung der Bergwerksdirektion aus Montan-Reschitz, um den immer größeren Bedarf der Reschitzer Eisenwerke an Holzkohle zu decken. Das Holz wurde anfangs über die 1795 entlang der Bersau errichteten Triftanlagen bis Reschitz befördert. 1802 baute man zum selben Zweck den Fahrweg Franzdorf – Reschitz über Cuptoare.